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Schulen Stadt Gifhorn

Besuch der Gedenkstätte Bergen – Belsen

Im Geschichtsunterricht der 9a und im WPK Geschichte 9 beschäftigen wir uns aktuell mit der Zeit des Nationalsozialismus. Im Rahmen des Unterrichtes bauen wir die „Geschichte vor Ort“ immer wieder mit ein.


So erarbeiteten wir uns die Ausstellung am Gifhorner Schlosssee zu den verfolgten Sportlern jüdischen Glaubens am Beispiel der Gretel Bergmann u.a. Sportlern, beschäftigten uns mit Rukeli Trollmann aus Wilsche/Gifhorn, dem 1933 die Meisterschaft im Boxen aberkannt wurde oder gingen den Stolpersteinen von z.B. Willy Redlich (Redakteur der AZ in Gifhorn) nach und Vieles mehr.


Und nun ging es nach langem Warten in die Gedenkstätte Bergen – Belsen. Hieß es zu Schuljahresbeginn noch, alle Termine seien belegt, überraschte uns die Nachricht Ende Februar - wenige Tage vor unserem Praktikum - dass ein Nachrücktermin am 9.4.2026 freigeworden sei und wir uns spontan zur Teilnahme entschließen müssten.

 

Und das taten wir.


Mit dem Bus trafen wir am 9. April d.J. dort ein. „Dort“ bedeutet: Auf dem südlichen Kasernengelände Loheide am Gebäude und Lernort M.B.89. Hier begrüßte uns herzlich Frau Bracher. Frau Bracher arbeitet seit ca. 10 Jahren mit Schülern und Schülerinnen in dieser Gedenkstätte in Form von 3-Tage-Seminaren oder einem Informationstag wie heute.

 

 

Zuerst beschäftigten wir uns mit den „Grundlagen“ des Nationalismus und konnten zeigen, was wir uns im Unterricht bereits an Kenntnissen angeeignet
hatten. In diesem Rahmen erfuhren wir von sg. „Austauschjuden“ und Bergen - Belsen als „Austauschlager“.

 

Anschließend fuhren wir zur Gedenkstätte, wo uns Frau Bracher vor Ort und mit Unterstützung anschaulichen Karten- und Bildmaterials sowie beeindruckenden Zeichnungen und Geschichten ehemaliger KZ-Häftlinge und sowjetischen Kriegsgefangenen anschaulich das Leiden der Inhaftierten nahe brachte. Auch sahen wir die Fundamente einer Latrine, die unter entwürdigenden Umständen von Hand zu reinigen war.

 

Immer wieder band sie uns in die Führung ein, indem wir aus Briefen, Berichten und Aussagetexten vorlasen. Oft blieb uns das Wort im Halse stecken, so betroffen waren wir.

 

 

Schließlich erkundeten wir in Grüppchen oder allein die Dauerausstellung. Betroffen lasen wir von den Einzelschicksalen, der Befreiung der Menschen
durch die britische Armee am 15.4.1945. Zum Ende des Krieges lebten hier um die 100 000 Menschen auf kleinstem Raum, wo noch Jahre zuvor 3000 Menschen Platz fanden.
Hunger, Krankheiten wie Fleckfieber, das durch Läuse hervorgerufen wird, u.v.m. führten dazu, dass sich der Geruch der Verwesung und des Todes weit über die Lagergrenzen hinaus ausbreitete. Die Briten erschraken sehr, als sie das Lager erreichten und die Menschen befreiten. Sie waren entsetzt: Überall lagen Tote, dem zum Skelett abgemagerte Menschen, die dem Tode nahe waren. Schließlich brannten sie alle Baracken ab, um die Läuse und andere Krankheitserreger zu beseitigen.

 

Bedrückt und beeindruckt beendeten wir unseren Besuch der Gedenkstätte Bergen - Belsen. Wir waren und sind uns einig: So etwas darf nie wieder geschehen.

 

„Nie wieder - ist jetzt!“

 

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